Pfarrversammlung Februar 2010

Einladung zur Pfarrversammlung +++ Sonntag, den 07. Februar 2010 +++ um 19.00 Uhr (nach dem Gottesdienst)

Themen der Pfarrversammlung sind:

  • Arbeitsrückblick des Pfarrgemeinderates
  • Zur Zukunft unserer Pfarrei
  • Pfarrfest
  • Bericht des Verwaltungsrates
  • Orgelsanierung
  • Pfarrhausrenovierung
  • Umweltzertifizierung

Eingeladen sind alle Katholiken der Pfarrgemeinde St. Michael Oberjosbach.

Zur Zukunft unserer Pfarrei

Hat Kirche vor Ort noch eine Zukunft? Soll es sie überhaupt noch weiter geben? Wenn ja, wie könnte sie aussehen?

Diese Fragen beschäftigten den Pfarrgemeinderat (PGR) von St. Michael Oberjosbach seit geraumer Zeit und voll Sorge blickt er zu den bevorstehenden Entscheidungen vom Bistum. Aufgrund der öffentlichen Äußerungen unseres Bischofs Tebartz - van Elst und den schon in anderen Bezirken durchgeführten „Fusionierungen“ von Pfarrgemeinden befürchtet auch der PGR St. Michael Oberjosbach eine solche Entscheidung für unsere Pfarrgemeinde und den gesamten Pastoralen Raum. Nach der Visitation im Mai/Juni 2009 sollen im März 2010 zuerst den Priestern, Hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, den Pfarrsekretärinnen und zu allerletzt den Pfarrgemeinderäten die Entscheidung des Bischofs bezüglich der Neustrukturierung des Bezirks Untertaunus bekannt gegeben werden. Die Grundlinie des Bistums lautet derzeit: „Kirche entsteht dort, wo sie sich zur Feier der Eucharistie versammelt.“ Und versteht aufgrund des wachsenden Priestermangels und zurückgehender Katholikenzahlen darunter, uns Katholiken den sonntäglichen Aufbruch in sogenannte Zentralkirchen zu verordnen. Verordnen heißt hier auch, dass die synodalen Gremien in diesen Entscheidungsprozeß nicht mit einbezogen werden – es werden Entscheidungen nur noch verkündet.

Der PGR St. Michael sieht die Notwendigkeit, die Vorstellungen und Lösungen des Bistums nicht einfach hinzunehmen. Die Vorstellung einer lebendigen Gemeinde vor Ort wird hier gelebt. Und da, wo Kirche vor Ort nicht mehr anzutreffen ist, da verliert sie ihre Sichtbarkeit. Seelsorge ist und bleibt aus unserer Sicht eine Aufgabe, die im Wesentlichen vor Ort geschehen muss und seelenlos wird, wenn sie ihren Ort verliert. Wenn sich das Bistum von der Kirche vor Ort verabschiedet heißt das aus unserer Sicht auch, dass die Anonymität unter den Kirchenbesuchern zunimmt und damit verbunden die Kirche noch mehr Mitglieder verlieren wird.

Dabei sollte es aus unserer Sicht die Aufgabe der Kirche sein, der Anonymisierung unserer Gesellschaft entgegen zu wirken und in der Kirche vor Ort einen Kontrast dazu erfahrbar machen.

Wir laden Sie ein, mit uns gemeinsam Strategien und Lösungswege, die den Entscheidungen des Bistums etwas entgegensetzen können, zu überlegen und vorzuschlagen. Kommen Sie zur Pfarrversammlung am 07. Februar 2010 in der Kirche St. Michael Oberjosbach und diskutieren Sie mit uns.

Sie sind nicht nur Kirchensteuerzahler, sondern Mitglied einer lebendigen Christengemeinschaft in einer modernen Gesellschaft und eingeübte Formen demokratischer Mitgestaltung in unserer Christengemeinschaft können nicht mehr zurückgedreht werden!

Schon Paulus schrieb an seine Gemeinde in Korinth:“ Wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. … Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern. … Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied in ihm.“

Lassen Sie uns gemeinsam dem Bistum Limburg zeigen, dass der Leib (Christus) nicht ohne seine Glieder (Pfarreien und ihre Mitglieder) existieren kann.

In Erwartung auf Ihr zahlreiches Erscheinen grüßt Sie der Vorstand des PGR.

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